Chronik

Chronik der FFW Bayerisch Gmain

Es war im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts als sich vielerorts aus sogenannten Pflichtfeuerwehren -- das Gesetz hatte zum Brand- und Katastrophenschutz verpflichtet -- die Freiwilligen Feuerwehren bildeten.

So auch 1883 in der damals erst 72 Jahre alten Gmain. 66 Mann zählte die Wehr seinerzeit, gegliedert in 24 “Steiger”, 26 “Spritzenmänner” und 16 Ordnungsmänner. Viel ist aus den ersten 60 Jahren nicht überliefert worden, da nach Kriegsende die Gmain von Franzosen/Algeriern geplündert wurde. Dabei gingen auch die Unterlagen der Feuerwehr, die in dem damaligen Feuerwehrgerätehaus gelagert wurden, als Souvenirs der Sieger mit ins Ausland.
Die mündlichen Überlieferungen von Enkeln und Urenkeln der damaligen Feuerwehrverantwortlichen sind die einzigen Zeugnisse auf die wir uns in dieser Spanne stützen können.
Auch die Unterlagen des Gemeindearchivs aus dieser Zeit sind sehr spärlich, doch ließ sich dort zumindest ein Schriftstück finden “ die Satzung und die Dienstvorschrift aus dem Gründungsjahr unserer Feuerwehr. Sie spiegelt den Geist, die Organisation, die Dienstauffassung, den Übungsdienst und die Ernstfallarbeit der damaligen Zeit wieder.
Der Bau des ersten Feuerwehrhauses im Jahre 1897, welcher in Eigenleistung und mit Material- und Sachspenden bewerkstelligt wurde, war eine nicht alltägliche Bürgerinitiative. Es entstand auf dem Gelände der heutigen Sparkasse.

Das zweite Feuerwehrgerätehaus wurde am 29.11.1959 eingeweiht, in diesem war dann schon eine Dienstwohnung, sowie ein Schulungsraum in dem Besprechungen und Fortbildungen abgehalten wurden.
Ein politischer Machtkampf sollte vor dem Bau des dritten, heute bestehenden Feuerwehrgerätehauses die Gemüter fast aller Gmoaner erhitzen. Standort, Größe des Hauses, Lage, schützenswerter Wiesen, ja Bürgerinitativen gegen die Planung der Gemeinde wurden gegründet.
Doch die “Gmoa” wäre nicht die “Gmoa”, wenn man sich da nicht immer wieder zusammenraufen würde. So wurde nach langem hin und her auf dem ehemaligen Firmengelände des Altbürgermeisters, Kommandant und Kreisbrandinspektor Ludwig Fischer die bestehenden alten Firmengebäude durch die Florianijünger selber abgerissen und dabei der Gemeinde auch viel Geld gespart. Auf diesem Gelände entstand nun das 3. Feuerwehrgerätehaus der Bayerisch Gmainer Feuerwehr. Es beinhaltet neben zwei Dienstwohnungen, Schulungsraum, Werkstatt für Gerätewart, Atemschutzwerkstatt, Schlauchturm und Schlauchwaschanlage, eine Fahrzeughalle mit drei Stellpätzen, sowie einer Waschhalle und auch das Feuerwehrstüberl, das die Feuerwehrkameraden in ihrer Freizeit selber gestalten.


Im Jahr 1993 war es dann soweit, mit viel Politprominenz, den Ortsvereinen und dem Patenverein aus Bad Reichenhall wurde das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.


Die wichtigsten Daten seit 1945
1945    Übernahme des ersten Löschgruppenfahrzeuges “Magirus” aus den Beständen des 
             Obersalzbergs, das erste Motorfahrzeug der Gmainer Wehr.
1956    am 26. August Weihung der ersten Fahne
1959    am 29.November Weihe des 2. Feuerwehrgerätehauses
1964    Ankauf eines TLF 16 ( Mercedes Benz )
1968    Ankauf eines LF 8 ( Mercedes Benz)
1981    Ankauf eines TLF 16/25 ( Mercedes Benz ) mit technischer Beladung
1983    Ankauf VW T3 Bus mit Pritsche
1983    100 jährige Gründungsfest der Feuerwehr Bayerisch Gmain
1985    Ankauf eins LF 8, Unimog
1993    Einweihung des 3. Feuerwehrgerätehauses
1994    Nach 3 Jahrzehnten geht Otto Binder von der Kommandobrücke der FFW Bayerisch Gmain 
             und wird später zum Ehrenkommandant der FFW Bayerisch Gmain ernannt 
1998    Weihung des MZF mit technischer Beladung, 4 Kfz
2005    100. gemeinsames Florianifest mit der FFW Grossgmain
2007    Ankauf und Weihung des neuen HLF 20/16, Ersatz TLF 16/25
2008    125-jähriges Gründungsfest der FFW Bayerisch Gmain
2014    Ankauf LF 10/6 auf Unimog, Ersatz für LF 8 ( Inbetriebnahme Mai )
2014    Umbau vom alten Unimog zum GW-L ( Inbetriebnahme Juli )